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EINIGE RATSCHLÄGE ZUR VERBESSERUNG DEINER ITALIENISCHKENNTNISSE: ZUHÖREN                                    

Hier sind einige Vorschläge für Hörübungen, um Ihr Italienisch zu verbessern!

Gelegentlich hört man, dass es beim Erlernen einer Fremdsprache gleichsam auf ein mathematisches Modell ankäme. Das heißt: Erst nach dem Erlernen aller Grammatikregeln wäre man in der Lage, die fremde Sprache zu verstehen und sich in ihr zu verständigen. Nichts könnte falscher sein!

Denken wir einen Moment nach: Wie haben wir unsere Muttersprache gelernt? Haben Mama und Papa sich mit uns hingesetzt, nachdem wir unser erstes Wort ausgesprochen hatten (in der Regel „Mama“), und angefangen, Artikel, Geschlecht und Zahl, Verben, Konjugationen, koordinative und subordinative Konjunktionen usw. zu erklären?! Nein, natürlich nicht. Kein Elternteil wäre so borniert, sein Kind diesem Unsinn auszusetzen!

Stattdessen geschah etwas anderes… Von der ersten Minute an, als unser Köpfchen sich in die Welt hinauslehnte, begannen wir zu „hören“. Unverständliche Laute zunächst, Worte mit obskuren Bedeutungen, rätselhafte Ausdrücke drangen an unsere neugeborenen Ohren. Und im Laufe der Monate haben wir unbewusst eine unfassbare Menge von „sprachlichem Input“ aufgenommen. Langsam begannen wir, bestimmte Wörter mit Gegenständen oder Bedürfnissen zu assoziieren. Und schließlich die glückliche Geburt: Wir haben unser erstes Wort gesprochen!

Was sagt uns das ? Dass man ohne eine gehörige Portion Zuhören (Sprachinput) nicht einmal daran denken kann, mit dem Sprechen zu beginnen (Sprachproduktion). Habt ihr schon einmal ein Kind sprechen sehen, das noch nie ein Wort gehört hat? Das ist einfach gegen die Natur! Das Gleiche gilt für das Erlernen einer Fremdsprache. Und genau das fehlt in traditionellen Kursen: der Umgang mit der mündlichen Sprache.

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Ein Kind entwickelt die Qualität seiner Kommunikation aus der Qualität des Zuhörens, dem es ausgesetzt ist. Wenn das Kind in einer Familie aufwächst, die sich in einer armen Sprache ausdrückt, zum Beispiel ohne den Gebrauch von Konjunktiven oder idiomatischen Ausdrücken oder ohne die Fähigkeit, Sprache zu manipulieren, wird es eben nur eine arme Sprache entwickeln. Wenn das Kind jedoch in einem reichhaltigen sprachlichen Umfeld lebt, in dem sich die Familie, die Medien und die Schule korrekt, natürlich und fließend ausdrücken, wird das Kind mit ziemlicher Sicherheit dieselben Fähigkeiten entwickeln.

Worauf ist also zu achten? Hier kommt die „Qualität“ des Hörmaterials ins Spiel. Wenn ich Hörmaterial verwende, das vereinfachte, elementare, kurze und nur wesentliche Sprache enthält, werde ich mit der Zeit dieselbe Art von Sprache entwickeln. Wenn ich mich hingegen darin übe, „authentisches Material“ zu hören, d. h. das gleiche Material, das Muttersprachler hören (Radio, Fernsehen, Podcasts, Interviews usw.), dann beginne ich wie von Zauberhand, langsam in die Magie der Sprache eines Volkes einzudringen. Die ist nämlich der klangliche Ausdruck, die Welt zu interpretieren, auf persönliche Beziehungen zu achten und sich mit dem zu vernetzen, was wir sehen und was uns umgibt.

Nehmen wir unser Smartphone: Der schnelle Zugangs zu multimedialen Inhalten und die Fülle des Materials, das uns in jedem Moment zur Verfügung steht, geben uns viele Möglichkeiten, mit der authentischen Sprache von Muttersprachlern in Kontakt zu kommen. Es genügt, einen Podcast auf Spotify abzurufen, der uns interessiert, ein Interview mit einer faszinierenden Persönlichkeit auf YouTube zu hören, ein Hörbuch von Audible herunterzuladen, einen Film in italienischer Sprache auf Sky oder Prime zu sehen und sogar einen Artikel aus einer Online-Zeitung zu hören, anstatt ihn zu lesen (was ja viele Online-Zeitungen anbieten), um kontinuierlich und ständig mit authentischem Italienisch in Berührung zu kommen. Und das zu verstehen ist doch das eigentliche Ziel des Italienischlernens, oder?

Wenn unser Ziel darin besteht, die italienische Sprache zu verstehen, die von Italienern gesprochen wird, gibt es keinen anderen Weg: Wir müssen uns mit der italienischen Sprache vertraut machen und uns an sie gewöhnen. Genauso wie wir uns, wenn wir schwimmen wollen, daran gewöhnen müssen, ins Wasser zu springen! Wenn wir nicht in das Meer des Italienischen eintauchen, werden wir nie lernen können, darin zu schwimmen!

Nutze also alle Geräte, die dir zur Verfügung stehen, und nimm jede Gelegenheit wahr, um mit dem echten und authentischen Italien in Kontakt zu kommen – beim Frühstück, wie beim Warten auf den Bus oder die U-Bahn und auf dem Weg nach Hause. Schon 10/15 Minuten pro Tag reichen aus – du wirst es erleben…

Höre  auf unseren guten Rat!

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